schädlingsbekämpfung

Nachhaltige Schädlingsbekämpfung im Haushalt

In vielen Lebensbereichen nimmt das Thema Nachhaltigkeit zu Recht einen immer wichtigeren Platz ein. Produkte und Dienstleistungen sollen der Umwelt nicht noch größeren Schaden zu fügen. Auch im Bereich der Schädlingsbekämpfung ist dieser Trend zu erkennen.

Während früher bei der Schädlungsbekämpfung häufig auf chemische Mittel gesetzt wurde, sind heute umweltschonende Lösungen auf dem Vormarsch.

Vorteile und Nachteile nachhaltiger Schädlingsbekämpfung

Von den Vorteile einer nachhaltigen Schädlingsbekämpfung im Haushalt profitieren dabei mehrere Parteien. Die Risiken chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel auf die Gesundheit können gravierend sein. Durch den Einsatz von nachhaltigen Produkten kann somit das gesundheitliche Risiko aller im Haushalt lebenden Personen und Tiere reduziert werden. Auch lebensgefährliche Unfälle durch den unsachgemäßen Gebrauch von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln können reduziert werden.

Neben den im Haushalt lebenden Personen und Tieren kann der Einsatz von chemischen Mitteln auch Möbel, Teppiche oder Gardinen angreifen. Durch den Einsatz von umweltfreundlichen und ökologischen Mitteln zur Schädlingsbekämpfung können unbeabsichtigte Folgeschäden an weiteren Haushaltsgegenständen verhindert werden.

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt, der für den ausschließlichen Einsatz von nachhaltigen Mitteln zur Schädlingsbekämpfung spricht, ist der Einfluss auf die Umwelt. Da chemische Produkte enorme Umweltschäden bei der Herstellung, dem Einsatz und der Entsorgung anrichten können, sollten diese gänzlich vermieden werden.

Bei nachhaltigen Schädlingsmitteln kann es sein, dass ein längerer Zeitraum notwendig ist, bis die gewünschte Wirkung eintritt. In Anbetracht des enormen Schadenpotentials von chemischen Produkten, ist dieser Aspekt allerdings in Relation zu den oben genannten Punkten zu betrachten.

Die enormen Vorteile von nachhaltigen Schädlingsbekämpfungsprodukten überwiegen deshalb.

Praxisbeispiele für nachhaltige Schädlingsbekämpfung

Beispiel 1: Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten bzw. ihre Larven gelangen häufig mit dem Einkauf aus dem Supermarkt in die Küchenschränke. Insbesondere Packungen mit Müsli oder Haferflocken sind gerne gewählte Verstecke und Nahrungsgrundlage der Larven von Lebensmittelmotten. Eine lange Lagerung in der Küche oder dem Vorratsschrank sollte deshalb vermieden werden. Ansonsten können die winzigen Larven auch weitere (geschlossene Lebensmittel) befallen.

Sollte es zu einem Lebensmittelmottenbefall gekommen sein, so sollten alle Lebensmittelvorräte sorgfältig geprüft und ggf. entsorgt werden. Die Küchenschränke müssen gründlich gereinigt werden. Als natürliches Mittel gegen die Larven können Schlupfwespen eingesetzt werden. Diese sind für Menschen vollkommen ungefährlich, aber sie spüren die Larven der Lebensmittelmotten auf und legen ihre eigenen Eier in die Larve der Lebensmittelmotte. Dadurch stibt die Larve ab bzw. dient als Wirt für eine neue Schlupfwespe.

Mehr dazu unter: utopia.de/ratgeber/schlupfwespen-so-wirst-du-motten-auf-natuerlichem-weg-los/

Beispiel 2: Kakerlaken

Kakerlaken sind inzwischen auch in vielen deutschen Haushalten anzutreffen. Sie bevorzugen warme Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit. Um einem Schabenbefall vorzubeugen sind Präventivmaßnahmen enorm wichtig. Insbesondere sollten ihnen keine Nahrungsquellen geboten werden:

Den Haushaltsmüll regelmäßig leeren.
Biomüll in einem verschlossenen Behälter aufbewahren.
Lebensmittelreste im Abfluss immmer reinigen.
Benutztes Geschirr direkt in die Spülmaschine räumen oder direkt nach der Nutzung abwaschen.
Lebensmittel ausschließlich in verschließbaren Behältern lagern.

Häufig gelangen Kakerlaken über den Einkauf aus dem Supermarkt in den Haushalt. Aus diesem Grund sollten Lebensmittel mit Kartonverpackungen besser zuhause umgelagert werden. Sollte es trotzdem zu einem Kakerlakenbefall im eigenen Haushalt gekommen sein, so sollte man schnell handeln. Die Kakerlakenbekämpfung mit Schabenfallen und Kakerlaken Gel sollte unverzüglich gestartet werden, damit es nicht zu einer weiteren Ausbreitung kommt.

Beispiel 3: Bücher- & Staubläuse

Bücher- und Staubläuse mögen feuchtes und dunkles Raumklima. Sie sind deshalb häufig in Kellerräumen anzutreffen oder in Räumen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Ihre Anwesenheit kann auf einen Schimmelbefall des Raums oder der Wohnung hindeuten.

Um Bücherläuse loszuwerden sollten zunächst die Ursachen gefunden und behoben werden. Durch einen Entfeuchter, regelmäßiges Lüften und die gründliche Reinigung von betroffenen Räumen kann eine weitere Ausbreitung in den Griff bekommen werden.

Befallene Bücher und Gegenstände können mit Kälte oder Wärme behandelt werden. Zum Beispiel können befallene Bücher im Eisfach für mindestens zwei Wochen gelagert werden.

Angeblich mögen Staubläuse auch nicht den Geruch von Lavendel.

Unsere Empfehlung

Prävention ist die beste Möglichkeit um einen Schädlingsbefall im Haushalt zu verhindern. Sorgen Sie dafür, dass keine Lebensmittelreste offen herumliegen. Entleeren Sie den Müll regelmäßig und lagern Sie ihre Lebensmittel ausschließlich in verschließbaren Aufbewahrungsboxen.

Sollten Sie trotzdem einen Schädlingsbefall im Haushalt bemerken, dann handeln Sie schnell. Entziehen sie den Schädlingen ihre Nahrungsgrundlage und informieren Sie sich über nachhaltige Möglichkeiten bevor Sie den Einsatz von chemischen Produkten in Erwägung ziehen.

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