Terrassenplatten aus Naturstein, Keramik oder Beton?

Wer eine neue Terrasse anlegen oder erneuern möchte, steht unweigerlich vor der Frage, für welches Material er sich entscheiden soll. Zur Auswahl stehen unter anderem Terrassenplatten aus Naturstein, Keramik und Beton. Diese Materialien und deren Vor- und Nachteile möchten wir Ihnen im Folgenden etwas näher vorstellen.

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Beachtenswertes vor dem Verlegen der Terrassenplatten

Wird eine bereits vorhandene Terrasse erneuert, ist darauf zu achten, dass das Untergerüst keinerlei Schäden aufweist. Diese müssen ansonsten entfernt bzw. instand gesetzt werden. Erst dann kann mit dem Verlegen der Terrassenplatten aus Naturstein, Keramik oder Beton begonnen werden.

Ein wichtiges Auswahlkriterium ist die Terrassennutzung selbst. Soll diese auch im Herbst oder Frühling genutzt werden, also zu Zeiten, in denen es auch häufiger regnet? Dann ist darauf zu achten, dass der Terrassenboden rutschfest und trittsicher ist. Zugleich sollten Sie sich auch folgende Fragen beantworten:

  • Muss sich die Oberfläche leicht reinigen lassen?
  • Soll die Fläche (beispielsweise auf dem Weg zum Carport oder zur Garage) befahren werden?
  • Muss das Material frostsicher sein, da Sie in einer Region, in der im Winter häufig tiefere Nachtfröste auftreten, leben?
  • Sollten die Terrassenplatten resistent gegen Streusalz sein?

Die Lage der Terrasse ist ebenfalls beachtenswert. Soll die Sonne am Mittag und Nachmittag auf die Terrasse scheinen, ist eine südliche bzw. südwestliche Ausrichtung sinnvoll. Ist dies nicht möglich, sollte zumindest auf eine Ausrichtung gen Norden verzichtet werden, es sei denn, Sie wollen es auf Ihrer Terrasse immer etwas kühler haben, da hier die direkte Sonneneinstrahlung fehlt.

Generell sollten Sie darauf achten, dass die Terrasse ein Gefälle von etwa zwei Prozent (also 2 Zentimeter auf 1 Meter Länge) aufweist. Dadurch kann das Regenwasser besser abfließen.

Terrassenplatten aus Naturstein

Terrassenplatten aus Naturstein sind wirken edel und natürlich zugleich. Dabei stellt jede Platte ein Unikat dar. Im Vergleich zu Beton weisen sie eine hohe Farbechtheit auf, sind allerdings auch entsprechend teurer in der Anschaffung. Da die Natursteinplatten nicht unbedingt die gleiche Höhe und unregelmäßige Kanten aufweisen, muss dies beim Verlegen berücksichtigt werden. Sinnvoll ist es, die Natursteinplatten mit einer Dicke von 2 Zentimetern im Mörtelbett (Betonbett) zu verlegen, dickere Exemplare im Splitt- oder Mörtelbett. Auch ein sogenanntes Plattenlager kann verwendet werden.

Die Vorteile der Natursteinplatten liegen in ihrer Robustheit, der Frostsicherheit und ihrer jahrzehntelangen Nutzbarkeit. Werden sie mit einem Oberflächenschutz versehen, so kann ihnen auch Feuchtigkeit kaum etwas anhaben.

Terrassenplatten aus Keramik

Auch bei den Terrassenplatten aus Keramik muss auf einen korrekten Untergrund geachtet werden. Eventuell ist es notwendig, hier eine Ausgleichsschüttung vorzunehmen. Verlegt werden die Keramikfliesen im Mörtelbett (Betonfundament).

Bei der Auswahl der Terrassenfliesen ist darauf zu achten, dass diese rutsch- und trittfest, aber auch frostsicher sind. Durch kleinere Fliesen werden mehr Fugen angelegt, die sich ebenfalls als rutschhemmend auswirken können.

Der große Vorteil der Terrassenplatten aus Keramik liegt sicher in der großen Farbauswahl, die bei anderen Materialien kaum gegeben ist. Auch der Farbton ist nahezu identisch. Werden Fliesen aus mehreren Gebinden genutzt, sollten diese gemischt verlegt werden, um so ein einheitliches Verlegemuster zu erhalten. Apropos Muster: Selbstverständlich können mit den Fliesen auch individuelle Muster gelegt werden, wenn Sie sich beispielsweise für verschiedene Farbtöne entscheiden.

Terrassenplatten aus Beton

Betonplatten sind in ihrer Anschaffung deutlich günstiger als Platten aus Naturstein. Auch sie sind robust, belastbar, frostsicher und langlebig. Im Handel werden verschiedene Varianten angeboten, teilweise sind diese bereits mit einer Imprägnierung oder Versiegelung versehen. Ist dies nicht der Fall, so sollte eine dieser beiden Maßnahmen noch nachträglich erfolgen und auch regelmäßig aufgefrischt werden. So wird die Gefahr der Fleckenbildung genauso minimiert wie mögliche Moos- oder Schmutzanhaftungen. Gereinigt werden die Betonplatten mit einem im Handel erhältlichen, pH-neutralen Reiniger.

Bei den Terrassenplatten aus Beton können Sie aus vielen Formen und Farben wählen. Ein besonders interessantes Bild ergeben sie, wenn ein Verlegemuster eingehalten wird. Die Betonplatten selbst sind in unterschiedlichen Körnungen, Farbgebungen und Oberflächenstrukturen erhältlich. Hier können Sie beispielsweise zwischen glatt geschliffenen und Platten in Naturstein- und Holzoptik wählen.

Fazit

Im Gegensatz zu den Natursteinen lassen sich Betonplatten und Keramik deutlich einfacher verlegen. Sie eignen sich sowohl für eine Verlegung im Mörtelbett als auch auf Stelz- oder Plattenlagern, welche aus Kunststoff hergestellt werden. Letztere haben den großen Vorteil, dass die Fliesen bzw. Betonplatten bei Bedarf einzeln ausgetauscht werden können. Zugleich sind sie sehr gut gegen Frost geschützt. Die Lager sorgen zugleich für einen guten Abfluss der Feuchtigkeit und verhindern somit Staunässe.

Vor allem bei der Verlegung von Terrassenplatten aus Naturstein ist es empfehlenswert, einen örtlichen Handwerker zu beauftragen. Holen Sie sich dazu mehrere Angebote ein, entscheiden sich aber nicht unbedingt für den Günstigsten. Denn die Abwandlung einer Weisheit besagt: „Wer günstig baut, baut meist zweimal“.

Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für den Beitrag zu Terrassenplatten. Mein Onkel möchte Natursteine für die Terrasse kaufen und damit den Boden für die Terrasse auslegen. Gut zu wissen, dass Terrassenfliesen rutsch- und trittfest sein müssen, um keine Gefahr darzustellen.

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