Tipps für die Grundrissplanung

Bei einem Grundriss handelt es sich um die schematische Darstellung einzelner Räume oder einer ganzen Etage. Bei einem zweigeschossigen Haus müssen also mindestens zwei Grundrisszeichnungen vorgenommen werden. In diesem sind die genauen Maße, aber auch die Raumauf- und -verteilung einzuzeichnen. Sowohl für den Neubau, den Verkauf und die Vermietung eines Hauses oder einer Wohnung ist ein korrekter Grundriss von enormer Wichtigkeit.

Die beiden Grundrissarten kurz vorgestellt

Generell wird zwischen einem offenen und einem freien Grundriss unterschieden. Bei Letzterem wird auf fest eingezogene Wände verzichtet, was einen späteren Umbau erleichtert. Die Lasten werden hier durch die Außenmauern und Stützen getragen.

Die Entscheidung für einen offenen Grundriss erfolgt meist dann, wenn es sich um einen großen Wohnraum oder um mehrere direkt ineinander übergehende Bereiche handelt. Bei Museen, Verwaltungsgebäuden und gehobenen Wohnräumen entscheiden sich Architekten oft für einen offenen Grundriss.

Weshalb ist ein Grundriss besonders wichtig?

Durch den Grundriss wird erst die genaue Wohnsituation und Raumaufteilung ersichtlich. Bei Neubauten lässt sich zudem sehr gut darstellen, wie groß die gewünschten Räumlichkeiten bei einer vorgegebenen Gesamtwohnfläche ausfallen und wie sie angeordnet sein können. Bei der Raumverteilung muss beispielsweise darauf geachet werden, dass Abflussrohre aus dem Obergeschoss nicht direkt im Bad oder gar im Wohnbereich zu sehen sind. Im Hauswirtschaftsraum hingegen stören sie in der Regel nicht. Auf der Basis eines Grundrisses für beide Etagen kann so eine exakte Planung erfolgen.

In einem Grundriss werden die Dimensionen genau festgehalten. Dazu gehören beispielsweise die Länge der Wände, aber auch die Breite der Fenster und deren Abstände zu den Wänden. Auch die Anordnung er Türen und deren Breite wird im Grundriss vermerkt. Dieser sollte – wenn möglich – maßstabsgerecht gezeichnet werden. Meist entscheidet man sich für einen Maßstab von 1:100. Eine 250 Zentimeter (2,50 Meter) lange Wand würde dann auf dem Papier mit 2,5 Zentimetern eingezeichnet. Für die Aufzeichnung des Grundrisses eignet sich beispielsweise Karopapier, vor allem aber Millimeterpapier. Haben Sie beides nicht zur Hand, reicht auch weißes Papier.

Nicht unbeachtet bleiben soll, dass der Grundriss zu den Bauunterlagen gehört, die beispielsweise bei der Beantragung von Fördergeldern eingereicht werden müssen. Auch die Baugenehmigung selbst wird unter anderem auf der Grundlage eines Grundrisses erteilt.

Möglichkeiten der Grundrisserstellung

Wie bereits erwähnt, kann der Grundriss ganz einfach auf weißem Blankopapier, Karo- oder Millimeterpapier erstellt werden. Architekten, Raumplaner, Bauingenieure und auch die meisten Handwerksunternehmen greifen hingegen auf Computerprogramme zurück. Auch Privatpersonen können für die Anfertigung eines Grundrisses verschiedene Apps nutzen. Mit Hilfe der Kamera werden dabei die Räume genau ausgemessen und die Daten direkt in das Programm übertragen. Mit diesem kann dann der Grundriss erstellt und an weitere Beteiligte, beispielsweise an Architekten, Bauunternehmen und andere Handwerksfirmen übermittelt werden. Wer eine solche App nicht nutzen möchte und sich lieber für die klassische Variante entscheidet, kann den Grundriss dann später einscannen und per E-Mail-Anhang an das Bauunternehmen oder den Architekten versenden.

Worauf ist bei der Grundrisserstellung zu achten?

Natürlich müssen alle Daten korrekt ermittelt und eingezeichnet werden. Zu den Grunddaten gehören dabei die Abmessungen des Gebäudes, vorhandene Dachschrägen inklusive deren Höhe und Winkel, die genauen Raummaße und die Maße des gesamten verbauten Interieurs (Treppen, Badewanne, Dusche, Toilette, eventuell vorhandene Einbauküche etc.).

Bei Neubauten wird der Grundriss in der Regel von einem Architekten erstellt. Auf der Basis des Grundrisses können dann Vorschläge für die Einrichtung des Hauses unterbreitet werden. Der Architekt visualisiert also im gewissen Rahmen die späteren Wohnbedingungen. Wie ein bereits vorhandener Grundriss gelesen wird erfahren Sie z.B. hier in dem Online-Ratgeber von Viebrockhaus.

Ist die Vermietung oder der Verkauf eines Hauses geplant, wird ebenfalls ein Grundriss benötigt. Auch hier wird zu dem klassischen Grundriss oft auch noch eine visuelle Version erstellt. Diese fertigen dann aber nicht die Architekten, sondern die beauftragten Immomakler an. Mit diesen Unterlagen können sich Käufer oder Mieter nicht nur ein besseres Bild des Hauses bzw. der Wohnung verschaffen, sondern auch die spätere Einrichtung planen. So werden für die Planung einer neuen Einbauküche beispielsweise die genauen Wandmaße und Raumangaben benötigt.

4 Kommentare

  1. Genauigkeit ist bei der Grundrisserstellung sehr wichtig. Wir sind dabei unser Haus zu planen und haben schon erste Grundrisszeichnungen anfertigen lassen. So ganz sicher sind wir uns noch nicht aber die Grundrisszeichnungen helfen dabei, ein Bild über das ganze Projekt zu bekommen.

  2. Der Grundriss ist das wichtigste wenn es um den Hausbau geht. Gut zu wissen, dass man vor allem für die Vermietung einen Grundriss braucht. Wir bauen gerade ein Haus, und wollen einen Teil davon vermieten.

  3. Mein Bruder sucht seit einiger Zeit nach Tipps zu Bauplanung. Er will für seine Familie ein neues Haus bauen, das groß genug ist, dass seine Kinder ein eigenes Zimmer haben können. Gut, dass ich den Beitrag hier gefunden habe. Die Informationen sind wirklich hilfreich und interessant.

  4. Vielen Dank für die Tipps zur Grundrissplanung. Mein Onkel muss seine Wohnung zusammen mit einem Architekt für Wohnungsbau planen, da er eine genaue Vorstellung verwirklichen möchte. Gut zu wissen, dass der Grundriss alle wichtigen Maße enthalten sollte.

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