Bauliche Voraussetzungen für den Einbau eines Kaminofens

Kaminöfen werden bereits seit mehreren Jahrhunderten als ein Begleiter des Menschen angesehen. So spendet ein Kaminofen nicht nur Licht. Vor allem das Gefühl der Wärme macht jeden Wohnraum zu einem gemütlichen Platz. Bevor jedoch die Anschaffung eines Kaminofens in Erwägung gezogen wird, sollten einige grundlegende Voraussetzungen berücksichtigt werden. Nur so kann ein besonders hohes Maß an Sicherheit gewährleistet werden.

Ein geschlossener Kaminofen (Klaus Steves  / pixelio.de)
Ein geschlossener Kaminofen (Klaus Steves / pixelio.de)

Voraussetzungen für den Einbau eines Kaminofens

Eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen unter anderem die statischen Voraussetzungen. So wartet ein Kaminofen nicht selten mit einem besonders hohen Eigengewicht auf. Vor allem ältere Gebäude können die zu erwartenden Lasten nicht tragen. Basierend auf dieser Tatsache kann es zu einem statischen Problem kommen. Ein entsprechend ausgebildeter Fachmann kann überprüfen, ob beispielsweise der Fußboden eines Raumes als ein geeigneter Standort angesehen werden kann. Neben den statischen Voraussetzungen spielen auch die baulichen Voraussetzungen eine nicht zu vernachlässigende Rolle. So wird beispielsweise dem Schornstein ein besonders hoher Stellenwert beigemessen. Der Schornstein muss den gestellten Anforderungen gerecht werden. Sofern der Schornstein mit einem falschen Durchmesser aufwartet, kann es zu negativen Einflüssen im Bereich des Abbrennverhaltens kommen.

Gesetzliche Richtlinien für den Betrieb eines Kaminofens

Gemütlich am Kamin (Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de)
Gemütlich am Kamin (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)
Mittlerweile hat auch der Gesetzgeber eindeutig definierte Richtlinien in Bezug auf den Einbau eines Kaminofens herausgegeben. Gemäß den Richtlinien darf ein Kaminofen nur dann in Betrieb genommen werden, wenn zuvor ein einheitliches Zulassungsverfahren erfolgreich absolviert wurde. Das Zulassungsverfahren wird im gesamten Raum der Europäischen Union angewendet. Darüber hinaus darf ein Kaminofen nur dann betrieben werden, wenn die geltenden Bestimmungen in Bezug auf den Brandschutz eingehalten werden. Gemäß den geltenden Bestimmungen muss zwischen einem Kaminofen und einer Wand ein Abstand von mindestens 20 cm vorhanden sein. Vor der Tür eines Kaminofens muss ein Sicherheitsabstand von 50 cm eingehalten werden. Sofern die geforderten Abstände nicht eingehalten werden können, muss eine spezielle Isolierung aus einem feuerfesten Material angebracht werden. Neben den einzelnen Gegenständen muss auch der Boden vor einem eventuellen Funkenflug geschützt werden. Aus diesem Grund ist die Montage einer nicht brennbaren Bodenplatte immer dann vorgeschrieben, wenn der Boden als gefährdet angesehen wird. So muss beispielsweise auf einem Boden aus feuerfesten Fliesen keine Bodenplatte angebracht werden.

Tipp: Ein PDF zum ausdrucken gibt es hier: www.schornsteinfeger-pi.de/Downloads/Kaminofen.pdf

Weitere Tipps für den sicheren Betrieb eines Kaminofens

In Bezug auf die Verbrennung von Abgasen hat der Gesetzgeber ebenfalls eindeutige Richtlinien herausgegeben. Da die Abgase eines Kaminofens größtenteils aus schädlichen Stoffen wie beispielsweise Kohlenmonoxid bestehen, müssen gewisse Grenzwerte eingehalten werden. Damit es nicht zu schwerwiegenden Zwischenfällen kommt, sollten sich hinter einem Kaminofen grundsätzlich keine Leitungen befinden. Basierend auf einer enormen Hitzeeinwirkung können sowohl Stromleitungen als auch Gasleitungen schwer beschädigt werden. Darüber hinaus können wichtige Arbeiten an den Leitungen im Anschluss an die Montage eines Kaminofens nicht mehr durchgeführt werden.
Das Brennhols sollte trocken gelagert werden in einem Schuppen oder im Keller gelagert werden. Ein paar Holzscheite können auch in einem Holzkorb in der Wohnung gelagert werden. Dafür bietet sich z.B. Polyratten oder Kaminholzkörbe aus Metall an.

3 Kommentare

  1. Wir sind vor ein paar Monaten in unser Haus gezogen und ich habe schon ewig von einem tollen Kamin im Wohnzimmer geträumt. Wir haben unseren bei (www.heseler-kaminstudio.com) bestellt und sind vollkommen glücklich. Er sieht super edel aus. Das ganze Wohnzimmer sieht nun nach sehr viel mehr aus und der Kamin schafft ein unglaublich tolles Ambiente. Kann ich nur Weiterempfehlen!

  2. Also bei uns war das echt eine Hürde!
    Bis der Schornsteinfeger unsere Bude dazu freigegeben hat, war es schon wieder Sommer :O
    Das war ein kalter Winter ._.
    Dennoch hat es sich letztendlich gelohnt, denn Sicher fühlen wir uns nun allemal 😀
    Also lohnt es sich doch!
    Einen Kaminofen würde ich wirklich jeden Eigenhausbauer empfehlen!

    Grüße Ralf

  3. Unser Haus ist ein Grenzbau. Eigentlich wollten wir uns auch einen Kamin einbauen. Jetzt haben wir erfahren das dass verboten ist, eben weil es ein Grenzbau ist. Stimmt das? Kann mir jemand helfen?

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