Teichfolie richtig verlegen

Eine Wasserlandschaft bereichert die Gestaltung eines jeden Gartens. Oftmals wird sie als Biotop mit einer vielseitigen Uferbepflanzung angelegt. Andere Hobbygärtner nutzen sie, um spielende Kois und Frösche beobachten zu können. Ihre größte Form ist der Schwimmteich und alle diese Arten haben eines gemeinsam – sie wirken in der Ausführung mit Teichfolie am natürlichsten.

Gartenteich im Bau (Foto: marlis dülsen  / pixelio.de)
Gartenteich im Bau (Foto: marlis dülsen / pixelio.de)

Drei Schritte, um einen Teich vorzubereiten

Die Konturen des Teiches werden zuerst mit dem Spaten ausgehoben und solange nachgebessert, bis das gewünschte Aussehen erreicht worden ist. Danach wird die Teichgrube ausgehoben. Sollen Fische im Gartenteich angesiedelt werden und darin überwintern, dann muss die Teichgrube mindestens 80 Zentimeter tief sein.
Die Teichböschung benötigt einen allmählichen Anstieg und flache Uferzonen zur Bepflanzung. Diese Zone wird wie eine Mulde in Form eines flach liegend „S“ angelegt. Beim Glätten der Böschungswände müssen alle spitzen Steine und eventuelle Wurzeln entfernt werden.
Nun wird eine Matte aus Teichvlies ausgebreitet, indem sie komplett im gesamten Teich und fest an den Böschungen anliegt. Damit sie nicht in die Teichgrube rutscht, wird sie an den überstehenden Seiten mit Sand etc. fixiert.

Drei Teicharten – drei Folien

PVC-Folien sind die standardgemäße Ausstattung von Naturteichen. Die Industrie liefert sie in Stärken von 0,5 bis 2,0 Millimetern, meist als 2 Meter breite Rollenware.
PE-Folien bestehen aus Polyethylen. Umweltbewusste Teichbauer entscheiden sich häufig für diese Folie, weil ihre Herstellung ohne schädliche Weichmacher erfolgt. Sie ist jedoch unflexibler als PVC-Folie und deshalb für enge Bögen in der Teichkontur kaum geeignet. Die hochwertigste Form sind EPDM-Teichfolien, die auch Kautschukfolien genannt werden. Sie sind besonders robust und flexibel anpassbar und werden für große Teiche verwendet. Weitere Informationen zu den verschiedenen Materialien für Teichfolie gibt es auf www.mioone.de.

Die Verlegung in drei Schritten

Das folgende Video zeigt die Verlegung der Teichfolie sehr gut:

Wenn das Teichvlies fertig verlegt und fixiert worden ist, kann die Teichfolie eingearbeitet werden. Günstig ist in jedem Fall eine vorkonfigurierte Folie ohne Nähte. Ist der Teich größer als die Breite der Folie, werden ihre Bahnen vorher, flach auf dem Boden ausgebreitet und mit Quellschweißmittel verschweißt.

Im zweiten Schritt wird die komplette Teichfolie als Rolle über dem Teich aufgelegt und gleichmäßig abgerollt. Sie sinkt dabei in die Grube und es muss lediglich beachtet werden, dass das Vlies nicht mit verrutscht. Mindestens sechs Hände sind hier empfehlenswert. Auslässe für den Abfluss etc. müssen bei diesem Arbeitsgang mit eingearbeitet werden.

Nun wird die Folie ringsum an den Böschungen fertig ausgebreitet und der Teich wir zunächst zur Hälfte gefüllt. Dabei werden nötige Faltungen in die Folie eingearbeitet und erst dann erfolgt das endgültige Befüllen. Nach mehreren Tagen, wenn sich der gesamte Teich gesetzt hat, erfolgt der Feinschnitt an den Rändern. Die Bepflanzung bildet den Abschluss, hin zur gelungenen Wasserlandschaft.

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