Gartenhaus – Tipps zur Pflege und Verschönerung

Wer sein Gartenhaus aufgebaut hat, möchte es vielleicht noch etwas verschönern. In der kalten Jahreszeit sollte es über eine Heizmöglichkeit verfügen. Zum anderen muss natürlich bedacht werden, wie viele Personen das Haus später nutzen wollen. Davon hängt eine passende Möblierung ab. Aus den Maßangaben der Bauanleitung lässt sich die Nutzfläche ermitteln. Für eine Familie mit vier Personen darf es ein bisschen größer sein. Wer über eine eigene Werkstatt verfügt, kann natürlich selbst eine passende Möblierung erstellen. Ansonsten bieten sich rustikale Holzmöbel oder bequeme Gartenmöbel an.

Gartenhaus; Foto: Volker Harmsen / pixelio.de
Gartenhaus; Foto: Volker Harmsen / pixelio.de

Gartenhaus heizen

Wer sein Gartenhaus auch an kalten Tagen nutzen will, sollte eine Heizung einbauen. Ein Elektroheizstrahler bietet sich hier zwar an, ist aber bei den hohen Stromkosten auch ziemlich teuer. Wenn kurz geheizt wird, dann lässt es sich mit ihm leben. Über Stunden oder Tage sollte diese Möglichkeit nicht gewählt werden. Heizstrahler mit Gas stellen tatsächlich ein Risiko dar und sollten nur verwendet werden, wenn das Gartenhaus gut gelüftet wird. Auch das treibt die Kosten nach oben.

Wer über das nötige Geschick verfügt, kann einen Öl- oder Holzofen verwenden, sofern er an der Außenwand oder auf dem Dach eine Abzugsmöglichkeit installieren kann. Aber auch hier sollte sichergestellt werden, dass genug Luft angesaugt werden kann. Ansonsten hilft eine warme Decke.

Dach verbessern

Ansonsten lässt sich ein Gartenhaus auf vielerlei Arten verschönern. Wer einen Ofen einbaut, kann zum Beispiel Lüftungsschlitze einbauen, die aber auch sonst bei geschlossenem Fenster einen wohltuenden Effekt bewirken können. Nützlich kann eine Dachrinnenverlängerung sein. Sie sorgt dafür, dass Regenwasser sauber abfließt und nicht spritzt. Dadurch kann auch die Lebenszeit der Außenwände verlängert werden.

Viele Hersteller bieten Zubehör speziell für ihre Modelle an. Wer in seinem Gartenhaus übernachten will, kann zum Beispiel ein Schlafbodenelement einbauen. Mit diesem Zubehör und einer Heizung wird das Gartenhaus zum Gästehaus. Sinnvoll ist ein Boden dann, wenn eine Matratze vorhanden ist.

Zierhölzer und Blumenkästen am Gartenhaus anbringen

Von außen lässt sich ein Gartenhaus mit Blumenkästen und Zierhölzern verschönern. Auch hier gibt es herstellerabhängig eine Auswahl maßgeschneiderter Elemente, die nur noch angebracht werden müssen. Möglichkeiten ein Gartenhaus sinnvoll zu erweitern bieten Terrassenelemente und Dachgauben. Die einen vergrößern die Nutzfläche, die anderen verbessern den Lichteinfall. Zusätzliches Licht bringt auch der Einbau von Dreh- und Kippfenstern. Hier sollte aber der handwerkliche Aufwand nicht unterschätzt werden. Besser ist es, das Anbringen solcher Fenster schon beim Aufbau einzuplanen, denn das Dach behindert den Einbau erheblich.

Wer nah an Nachbarsgrundstück gebaut hat, kann durch einen Sichtschutz seine Privatsphäre schützen. Auch hier werden auf den Herstellerseiten Lösungen angeboten, die geeignet sind. Allerdings gibt es auch in Baumärkten Lösungen. Insofern besteht hier keine Herstellerabhängigkeit.

Ansonsten bietet sich Zubehör an, das in jeder gemütlichen Stube zu finden ist. Duftkerzen, Decken, ein Teppich oder Sitzkissen sorgen für Gemütlichkeit und Wärme. Mit etwas Sorgfalt lässt sich so jedes Gartenhaus in eine gemütliche Stube verwandeln. Das sorgt für schöne Abende und Nachmittage und macht das Gartenhaus zum Entspannungsort für die ganze Familie oder einen schönen Abend allein.

Das Gartenhaus nach dem Winter pflegen

Ein langer Winter hinterlässt auch am Gartenhaus Spuren. Besonders der Außenanstrich eines Gartenhauses wird durch den Frost angegriffen. Er wird rissig und unansehnlich. Dadurch wird auch das Haus anfällig gegen Witterungseinflüsse. Deshalb empfiehlt es sich im Frühling den Anstrich zu erneuern, um das Erscheinungsbild des Gartenhauses wieder aufzufrischen.

Außenanstrich erneuern

Zunächst sollten die Wände des Gartenhauses von der alten Farbe befreit werden, damit der Außenanstrich anschließend aufgetragen werden kann. Hierfür können entweder eine Schleifmaschine oder eine Drahtbürste verwendet werden. Mit dieser Hilfe lassen sich Lack oder die Lasur problemlos vom Holz lösen. Wenn dies gelungen ist, kann damit begonnen werden, die Grundierung aufzutragen. Sie versiegelt das Holz und gibt dem Außenanstrich Halt. Damit die Grundierung ihren Zweck erfüllt, sollte der Anstrich sorgfältig erfolgen. Der Pinsel sollte erst etwas abtropfen und dann mit gleichmäßigen Schwüngen über das Holz streichen. Für den Auftrag eignet sich ein weicher Flachpinsel. Dann kann die Grundierung trocknen. Erst wenn dies geschehen ist, sollte der Lack aufgetragen werden.

Für den Außenanstrich empfehlen sich sogenannte Wetterschutzfarben. Sie haben den Vorteil, sowohl farbig zu sein, als auch das Holz zu schützen. Wer sich hier nicht sicher ist, sollte sich von einem Fachmann beraten lassen. Die meisten Hersteller empfehlen einen mehrfachen Auftrag. In der Regel sind zwei bis drei Schichten, die mit einer Rolle oder einem Pinsel unverdünnt aufgetragen werden. Nach dem Auftrag einer Schicht sollte eine Trockenzeit von zwei bis drei Stunden eingehalten werden.

Innenraum reinigen

Um das Innere des Gartenhauses sauber zu halten, empfehlen sich einfache Mittel. Nach einem langen Winter sollte das Gartenhaus zunächst einmal gründlich durchgelüftet werden. Die Holzoberflächen können zunächst einfach mit einem Staubtuch abgewischt werden. Anschließend kann die Fläche mit einem Lappen und etwas warmen Wasser mit wenig Seife abgewischt werden. Bei behandelten Oberflächen kann natürlich auch eine Holzpolitur zur Reinigung eingesetzt werden.

Der Boden kann ebenfalls mit warmem Wasser unter Zugabe von ein wenig Seife feucht aufgewischt werden. Das Wischtuch sollte aber feucht und nicht nass sein, damit in die Zwischenräume keine Feuchtigkeit einzieht und die Dielen quellen lässt. Nach der Reinigung der Oberflächen und Dielen sollte der Innenraum gut durchgelüftet werden, damit die Feuchtigkeit abzieht und das Holz trocknet. Wer die Innenluft dennoch als zu feucht empfindet, kann diesen Prozess durch zusätzliches Heizen beschleunigen.

Dachoberfläche prüfen

Auch ein Blick auf die Dachoberfläche kann nach einem langen Winter nicht schaden. Denn auf solchen Oberflächen können sich nach einiger Zeit auch Flechten oder Moose ansiedeln. Um kleinere Flechtenansiedlungen wirksam zu bekämpfen, kann Essig oder Zitronensäure verwendet werden. Zunächst wird die Säure auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Dann mit einer groben Bürste entfernt. Wenn die Säure nichts bringt, dann kann auch ein Grünbelagentferner im Baumarkt die Lösung bringen. Diese Mittel sollten aber nach Anleitung des Herstellers benutzt werden und mit Vorsicht verwahrt werden.

Sollten die Außenfläche des Gartenhauses dunkle Flecken oder andere Anzeichen von Pilzbefall aufweisen, dann ist Eile geboten. Hier kann nur ein Fungizid die Ausbreitung des Befalls verhindern. Wer sich nicht sicher ist, ob es sich um einen Pilzbefall handelt, sollte einen Holzfachmann zurate ziehen. Auch die Wahl eines Pilzgiftes hängt von der Art des Befalls ab. Betroffen sind meist Flächen, die schattig und feucht stehen.

Bild: Volker Harmsen / pixelio.de

Ein Kommentar

  1. Ja, nach dem Winter sollte man das Gartenhaus immer pflegen, man muss aber nicht immer alles streichen bzw. es reicht auch ein leichter Anstrich, nach 3 Jahren sollte man schon gründlicher vorgehen.

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