Hangsicherung im Garten

Grundstücke in Hanglagen stellen an Gartenbesitzer immer besondere Anforderungen. Die Böden sind trocken, da das Regenwasser schnell an ihnen abfließt. Dabei nimmt es im Allgemeinen eine Menge Erde mit. Auch die Hangpflege gestaltet sich schwierig. Doch es gibt Möglichkeiten, aus dem Problembereich einen Vorzeigegarten zu machen.

Hang durch Bepflanzung verschönern

Die klassische Methode der Hangsicherung ist die Bepflanzung mit geeigneten Gewächsen. Deren Aufgabe besteht darin, den Boden mit ihrem Wurzelwerk festzuhalten. Damit dies gelingt, sollten die Wurzeln flach greifen und sich stark verdichten. Arten mit Pfahlwurzeln sind eher ungeeignet. Wichtig bei der Pflanzenauswahl ist außerdem, dass die Gewächse den Boden bedecken, damit sie Beikräuter vom Auflaufen abhalten. Ein dicht bewachsener Hang macht weniger Arbeit beim Jäten und Gießen, denn unter dem Laub der Bodendecker verdunstet das Gießwasser langsamer als auf einer Freifläche.

Um dem Hang eine Struktur zu verleihen und ihn interessant zu gestalten, empfiehlt es sich, Arten mit unterschiedlichen Wuchshöhen, Blattformen und -größen sowie auch Blütenpflanzen zu verwenden. Beispiele für geeignete Sträucher zur Hangbepflanzung sind unter anderem der Sommerflieder, der Japanische Zierapfel, die Zwergmispel und die Zierkirsche, die sich für sonnige bis halbschattige Bereiche eignen.

Im Schatten gedeihen der Kriechwacholder, die Azaleen sowie die Hortensien. Diese höheren Arten lassen sich mit mittelhohen und bodendeckenden Stauden kombinieren. Geeignet sind unter anderem der Frauenmantel, die Goldnessel, die Indianernessel und der Storchschnabel. Einer der bekanntesten Bodendecker für Schattenbereiche, der übrigens auch im Winter sein Laub präsentiert, ist der Efeu.

Begrünungsmatten für Ungeduldige

Begrünungsmatten sind kassettenförmig zugeschnittene Matten aus Geotextilien, die bereits mit einem Substrat und geeigneten Pflanzen für die Hangsicherung ausgestattet sind. Begrünungsmatten mit Saatgut und Mulchstoffen werden in unterschiedlichen Größen und Varianten angeboten. Bei der Auswahl entscheiden der individuelle Geschmack, aber auch die Hangneigung und der Standort. Sonnige Hänge lassen sich beispielsweise mit Sedum-Matten bestücken, die nur wenig Pflege benötigen. Da die Pflanzen einen nährstoffarmen, trockenen Boden bevorzugen, ist das Düngen beziehungsweise Gießen nicht notwendig.

Eine andere Möglichkeit für die Hangsicherung mit Begrünungsmatten ist die Wildblumen-Variante, die insbesondere im naturnahen Garten Verwendung findet. Die auf der Matte angezüchteten Arten blühen zu unterschiedlichen Zeiten und bieten aufgrund einfacher Blüten unzähligen Insekten beinahe ganzjährig Nahrung. Geliefert werden Begrünungsmatten übrigens im aufgerollten Zustand. Innerhalb kurzer Zeit sind diese ausgerollt und verlegt. Ungeduldige brauchen ähnlich wie bei der Verwendung von Rollrasen im Garten nicht lange warten, bis die gesamte Fläche dicht bewachsen erscheint.

Gabionen für moderne Gärten

Immer häufiger kommen in modernen Gärten Gabionen zum Einsatz. Der Grund dafür sind ihre vielen Vorteile. Sie sichern unter anderem terrassierte Grundstücke in Hanglagen ab, dienen als Wind-, Lärm- sowie Sichtschutz und schaffen einzelne Gartenräume. Gabionen bestehen aus einzelnen Korbelementen, die sich untereinander verbinden lassen. Sie werden mit Steinen aufgefüllt. Diese können unterschiedliche Farben, Formen und Strukturen aufweisen, so dass sich dem Auge des Betrachters ein individuelles Erscheinungsbild bietet.

Im Gegensatz zu Betonmauern sind Gabionen mehrfach verwendbar. Soll der Hang anderweitig gestaltet werden, lassen sie sich nämlich kurzerhand abbauen und anderweitig wieder aufstellen.

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