Moderner Einbruchschutz für Fenster und Türen

Immer häufiger kommt es in der heutigen Zeit zu Einbrüchen, und dies nicht nur in der Dunkelheit, sondern auch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Wie Sie Ihr Zuhause sichern können und weitere interessante Informationen erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Einbruch meist durch Terrassentür oder Fenster

Hauseingangstüren von Einfamilienhäusern sind vielfach sehr gut gesichert und lassen sich nicht so leicht aufhebeln. Bei den Terrassentüren und – teilweise bodentiefen – Fenstern hingegen wurden hingegen vielerorts nur geringe Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Gerade diese lassen sich allerdings besonders leicht binnen kürzester Zeit öffnen. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, wie Sie das Öffnen dieser Fenster und Türen erschweren können.

Zahlen und Fakten

Laut Information des von der Polizei Münster unterstützten Netzwerkes Zuhause sicher liegt die Gefahr, dass Einbrecher durch die Eingangstür von Mehrfamilienhäusern eindringen, bei etwa 36 Prozent, bei Einfamilienhäusern bei 12 Prozent. Auch Nebeneingangstüren, beispielsweise durch den Fahrradkeller, stellen eine potenzielle Gefahr dar und sollten entsprechend gesichert werden. Gibt es zwischen Garage und Haus eine Verbindungstür, sollte auch diese entsprechend gesichert werden.

Bei Einfamilienhäusern erfolgen etwa 50 Prozent der Einbrüche durch die Terrassentür, bei Mehrfamilienhäusern sind es immerhin noch 35 Prozent. Sie stellt damit die größte Schwachstelle dar. Bei Einfamilienhäusern erfolgen etwa 32 Prozent, bei Mehrfamilienhäusern etwa 27 Prozent aller Einbrüche durch aufgehebelte Fenster. Allein anhand dieser Zahlen sehen Sie, wie wichtig es ist, Fenster und Türen – zu denen auch die Balkontüren gehören – gleichermaßen zu sichern.

Effektive Sicherungsmöglichkeiten

Die beliebteste Einbruchsmethode stellt das Aufhebeln der Terrassentür dar. Um dies zu verhindern oder dem Einbrecher zumindest zu erschweren, sollten Terrassentüren mit Pilzkopfzapfen und Aufschraubsicherungen versehen werden. Zusätzlich sollte zumindest die Terrassentür, besser aber auch alle Fenster, über einen abschließbaren Griff verfügen.

Um die Türen aufzubekommen, versuchen manche Diebe, das Profilzylinderschloss abzubrechen. Deshalb sollte die Terrassentür mit innenverschraubten Schutzbeschlägen versehen werden. Auch die Nutzung einer einbruchhemmenden Verglasung oder das Aufbringen einer entsprechenden Folie ist sinnvoll.

  • Planen Sie den Neubau eines Hauses, sollten Sie von Anfang an in die richtige Sicherungstechnik investieren. Suchen Sie dazu das Gespräch mit einem entsprechend ausgebildeten Berater der örtlichen Polizeidienststelle oder mit einem Fachhandwerker, der beispielsweise im Netzwerk Zuhause sicher registriert ist.
  • In bereits bestehenden Immobilien ist es nicht immer möglich, die kompletten Fenster und Türen auszutauschen. Deshalb sollten diese entsprechend nachgerüstet werden. Auch hier ist der Berater der Polizei der kompetente Ansprechpartner. In einigen Bundesländern – beispielsweise Schleswig-Holstein – ist eine polizeiliche Beratung vor Einbruchsdiebstählen derzeit nicht mehr vorgesehen. Hier müssen Sie direkt einen Fachhandwerker kontaktieren.
  • Sowohl beim Erwerb der neuen Fenster, der Terrassentür, der Hauseingangs- und der Wohnungstür sollten Sie darauf achten, dass diese der aktuellen DIN-Norm entspricht. Gleiches gilt auch für eventuell installierte Überwachungstechnik, zu denen beispielsweise Videokameras gehören. Neu eingebaute Fenster und Türen sollten nach der Norm DIN EN 1627 zertifiziert sein. Im Erdgeschoss ist die Montage von RC-2-Fenstern und RC-2-N-Fenstern sinnvoll, für das Obergeschoss reichen eventuell RC-1-N-Fenster aus. Wer ein größeres Sicherheitsbedürfnis hat, sollte auch im Obergeschoss Fenster der RC-2-Klasse einbauen lassen.
  • Die zum Einsatz kommenden Aufschraubsicherungen und Pilzkopfzargen sollten nach DIN 18104, abschließbare Fenstergriffe nach DIN 18267 zertifiziert sein. Entsprechende Informationen finden sich unter anderem auf der Umverpackung des jeweiligen Produktes.
  • Eine weitere Abschreckungsmöglichkeit stellen Bewegungsmelder dar, die nicht nur am Hauseingang, sondern auch auf der Terrasse installiert werden können.

Beachtenswertes

Verschließen Sie, bevor Sie die Wohnung oder das Haus auch nur für kurze Zeit verlassen, sämtliche Fenster und Türen. Ziehen Sie diese keinesfalls nur zu, sondern schließen diese wirklich ab. Auch Fenster in oberen Stockwerken sollten vor dem Verlassen der Wohnung geschlossen werden.

Ziehen Sie die Schlüssel der Fenster- und Terrassenverriegelungen sowie der Griffe generell ab und verwahren diese an einem sicheren Ort in der Wohnung.

Abgeschlossene Fenstergriffe stellen übrigens nicht nur einen Einbruchsschutz, sondern auch einen Kinderschutz dar. Sind die Fenster abgeschlossen und die Schlüssel abgezogen, können Kinder die Fenster nicht öffnen. Dadurch verringert sich die Verletzungsgefahr erheblich.

Ein Kommentar

  1. Bei uns wurde leider auch durch die Terrassentür eingebrochen und haben wir sie mit abschließbaren Fenstergriffen und einem Stangenschloss gesichert. Hoffe das reicht jetzt…

    Grüße
    Patrick

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